Hilfe zur Selbsthilfe

zusammengestellt von Gunnhild Fenia, fenia@sternenkind.info


 

Di, 25. April 2006 www.derStandart.at  Lebenserwartung: Männer holen auf

Wien: EU - Konferenz zur Frauengesundheit in Wien. Frauen leben länger als Männer - aber der Vorsprung veringert sich. Vor 10 Jahren betrug die Differenz in der Lebenserwartung noch 6,5 Jahre, dieser Unterschied hat sich mittlerweile auf 5,9 Jahre reduziert.

Prognosen der Statistik Austria gehen mittlerweile davon aus. dass Männer im Jahr 2050 im Durchschnitt mit über 83 Jahren um fast 10 Jahre länger leben werden als heute.

Der Anstieg der Lebenserwartung bei Frauen fällt laut diesen Prognosen geringer aus. DIes wird auf den Steigenden Stress bei Frauen und die wachsende Zahl von Raucherinnen zurückzuführen. 25% der Mädchen und rund 20% der Burschen rauchen täglich. "Der Nikotinkonsum hat epidemische Ausmasse angenommen" steht im Frauengesundheitsbericht.

Frauengesundheit steht ab heute auch im Mittelpunkt des Rats der EU - Gesundheitsminister in Wien. Gesundheitsministerin Maria Rauch - Kallat will dort unter anderem das Thema Arzneien ansprechen:

Lange Zeit wurden Medikamente nur an Männern getestet!

Rauch - Kallat will eine geschlechtsgerechte Verteilung erreichen. Beispielsweise ist das Risiko an Krebs zu erkranken, bei Männern höher und anders.

Außerdem fordert die Gesundsheitsministerin gemeinsame EU - Forschungsprojekte, weil die Arzneimittelzulassung mittlerweile EU - weit erfolgt. (eli)

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Depressionsraten bei Frauen doppelt so hoch - Lebenserwartungen gleichen sich an

Gleiche Medizin für Männer und Frauen "unlogisch"

Männer haben öfter Krebs, Frauen öfter Depressionen. Medikamente werden für Männer getestet. Solche Fakten will Ministerin Rauch- Kallat auf der EU - Konferenz zur Frauengesundheit diskutieren - ein Bericht von Eva Linsinger.

Wien, 25. April 2006 www.derStandart.at : "Ein Ziel ist schon vor der Konferenz erreicht: Geschlechtsgerechte Medizin wurde EU - weites Thema. Vor zwei Jahren habe ich teils absolutes Unverständnis ausgelöst, als ich den Schwerpunkt Frauengesundheit setzen wollte. In der Zwischenzeit mußten sich alle damit auseinandersetzen und entdecken interessante Aspekte", freut sich Gesundheitsministerin Maria Rauch - Kallat, dass sich ihre EU - Ressort - Kollegen ab heute, Dienstag, in Wien damit beschäftigen.

Denn Rauch.Kallat findet es im Standart- Interview schlicht "unlogisch", dass die Medizin Männer und Frauen gleich behandelt. Der neue Frauengesundheitsbeicht für Österreich zeigt viele Unterschiede: Das Risiko an Krebs zu erkranken, ist bei Männern höher und anders. Häufigste Krebsart bei Frauen ist der Brustkrebs. Männer haben öfter Übergewicht, Essstörungen und Depressionen hingegen sind Frauenkrankheiten: zwei Drittel der stationären Spitalsaufenthalte wegen Depressionen betreffen Frauen.

Auch Medikamente wirken bei Männern und Frauen verschieden: Aspirin etwa schützt Männer vor Herzinfarkt, nicht vor Schlaganfall - bei Frauen ist es genau umgekehrt. Solche Unterschiede blieben lange verborgen, weiß Rauch - Kallat.: "Der Großteil der langjährigen Medikamente wurde immer nur an Männern getestet. Frauen wurden ausgespart u.a. 'weil sie schwanger sein könnten'. Gut gemeint war das Gegenteil von gut."

Daher sieht die österr. Gesundheitsministerin im Arzneimittelbereich "den größten Nachholbedarf". Medikamente müssen an Frauen und Männern getestet werden. EU-weite Forschungen wäre hier sehr sinnvoll, auch deshalb, weil die Arzneimittelzulassung mittlerweile EU - weit erfolgt. Wir müssen im Forschungsbereich auf EU - Ebene viel enger zusammenarneiten."

Sozialministerin Ursula Haubner hat kürzlich den Männerbericht vorgelegt, laut dem Männer früher sterben. Für Rauch - Kallat ist das kein Argument gegen den Frauen-Gesundheitsbericht: "Spezifische Medizin kommt ja auch Männern zugute. Geschlechtsspezifische Vorsorgeuntersuchungen etwa helfen allen. Außerdem verringert sich die Differenz in der Lebenserwartung. Das liegt auch an zunehmendem Stress für Frauen." Vor 10 Jahren starben im statistischen Durchschnitt mit 72,3 Jahren, Frauen mit 78,8 - die Differenz betrug 6,5 Jahre. Mittlerweile haben Männer aufgeholt: Ihre Lebenserwartung beträgt 75,8 Jahre, die der Frauen 81,7 - die Differenz hat sich also binnen 10 Jahren auf 5,9 Jahre verringert.

24. August 2006: Goldgräberstimmung in der Geschlechtermedizin: Immer mehr Unterschiede zwischen Frauen und Männern werden entdeckt - jetzt geht es darum, ihre Bedeutung für die Behandlung zu erkunden.

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